Regierungsrat soll sich für den KMU-Standort Luzern einsetzen

 

14.09.2017 | Am Mittwoch, 6. September 2017, hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Steuervorlage 2017 eröffnet. FDP-Kantonsrat Gaudenz Zemp (Horw) will den Regierungsrat mit einem Postulat beauftragen, dass dieser im Rahmen der Vernehmlassung zur Steuervorlage 2017 eine Festlegung der Dividendenbesteuerung auf 70% bekämpft und auf eine Korrektur dieses Satzes auf 60% hinwirkt.

 

 

 

Der Bundesrat hat die Botschaft über die Steuervorlage 2017 am 6. September in die Vernehmlassung gegeben. Die Kantone werden versuchen für ihre ansässigen Unternehmen die besten Regelungen zu erreichen: Genf für die Rohstoffhändler, Basel für die Pharma und Zürich für den Finanzplatz.

 

Der Kanton Luzern hat eine von KMU dominierte Wirtschaft und er sollte deshalb ihre Anliegen vertreten. Die Steuervorlage 2017 sieht aber eine Erhöhung der Dividendenbesteuerung auf 70% vor. Das belastet die KMU und insbesondere Familienunternehmen. Das kann nicht im Interesse des Kantons Luzern als KMU-Standort sein. Deshalb wird die Regierung beauftragt, im Rahmen der Vernehmlassung auf eine Korrektur dieses Satzes auf 60% hinzuwirken.

 

Bereits im Zusammenhang mit der Präsentation des Budgets 2018 hat die FDP.Die Liberalen Luzern darauf hingewiesen, dass eine vorzeitige Erhöhung der Dividendenbesteuerung entschieden abgelehnt wird. Bereits auf das Jahr 2017 wurde die Dividendenbesteuerung von 50% auf 60% erhöht. Mit einer erneuten Erhöhung manövriert sich der Kanton Luzern als Unternehmensstandort ins Abseits. Die umliegenden Zentralschweizer Kantone erheben durchgehend tiefere Steuersätze.

 

Der Kantonsrat hat erst unlängst im Dezember 2016 die Dividendenbesteuerung bei 60% festgelegt. Diesen klaren Parlamentsentscheid gilt es durch die Regierung zu respektieren und danach zu handeln.

 

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