Bahn und Strasse gleichberechtigt

20.01.2017 | Albert Vitali | Die Schweiz hat ein gutes Verkehrssystem. Da die Mobilität aber kontinuierlich wächst, stösst es zunehmend an Grenzen. Die starke Beanspruchung führt dazu, dass die Kosten für den Betrieb und den Unterhalt der Strassen steigen und ein weiterer Ausbau nötig ist.

 

 

Bundesrat und Parlament beschlossen, wie für die Schiene, auch für die Strasse einen Fonds zu errichten. Er löst den 2008 in Kraft getretenen Infrastrukturfonds ab. Der heutige Fonds ist zeitlich befristet. Der neue Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr NAF wird zeitlich unbefristet sein. Wie die Schiene erhält so auch die Strasse eine langfristig abgesicherte, transparente Finanzierung. Das stärkt die Verlässlichkeit für Planung und Realisierung. Der Fonds für Bahninfrastruktur FABI wurde in der Volksabstimmung 2014 mit 62% angenommen.

 

Der Unterhalt der Strasseninfrastruktur in den Land- und Berggebieten der Schweiz ist sehr teuer. Aufgrund der topografischen Verhältnisse müssen zahlreiche Brücken, Tunnels und Galerien baulich unterhalten werden. Mit der Übernahme von rund 400 Kilometern Kantonsstrassen ins Nationalstrassennetz werden Land- und Bergregionen finanziell entlastet. Dank dem NAF kann das Verkehrsnetz in der ganzen Schweiz verbessert werden. Nicht nur Städte und Agglomerationen profitieren vom NAF, sondern auch die Land- und Bergregionen. Darum stimme ich JA zum NAF am 12. Februar 2017.

 

Albert Vitali, Nationalrat, Oberkirch