Individualbesteuerung: Zeit für einen fairen Systemwechsel

Beim Eintritt in die Steuerpflicht werden alle Personen individuell besteuert. Folglich setzt man sich beim Ausfüllen der Steuererklärung nebst Einkommen, Ausgaben, Abzügen und Vermögen regelmässig auch mit der persönlichen Altersvorsorge auseinander.

Bei einer Heirat greift der Staat ein und führt die beiden bisher individuell Besteuerten mit viel Bürokratie zusammen. Alles wird unübersichtlicher. Bei einer Scheidung oder einem Todesfall muss alles wieder rückgeführt werden – meist mit Verlierern. Bei erneuter Heirat beginnt der Aufwand wieder von vorne. So viel zum heutigen Bürokratiemonster.

Die gemeinsame Besteuerung führt durch die Steuerprogression für die meisten zu höheren Steuern. Jahr für Jahr bezahlen diese – ob mit oder ohne Kinder – mehr Steuern als unverheiratete Paare. Keine Überraschung jammern viele Kantone um diese künftig fehlenden Steuergelder.

Das zeigt: Alle verheirateten Ehepaare haben den nun dringend nötigen Systemwechsel mit ihren höheren Steuern jahrzehntelang vorfinanziert. Statt Parteipolemik ist es jetzt an der Zeit, verheirateten Paaren steuerrechtlich auf Augenhöhe zu begegnen.

Ich sage «Ja» zur Individualbesteuerung.