Die FDP.Die Liberalen Luzern unterstützt die Stossrichtung der kantonalen Wasserstrategie grundsätzlich. Die Herausforderungen in den Bereichen Wasserqualität, Gewässerschutz, Wasserversorgung und Wassernutzung sind zentral und verdienen hohe Priorität. Entscheidend ist jedoch, dass die Strategie nicht nur ambitioniert formuliert, sondern auch realistisch umsetzbar ist.
Für die FDP.Die Liberalen steht die Versorgungssicherheit im Zentrum. Eine zuverlässige Wasserversorgung muss im ganzen Kanton gewährleistet sein, auch ausserhalb der Bauzonen. Gerade der ländliche Raum ist auf funktionierende Infrastrukturen angewiesen. Dafür braucht es eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Regionen und Kanton sowie klare rechtliche Grundlagen für eine koordinierte Planung.
Bei der Wasserqualität unterstützt die FDP.Die Liberalen die Zielsetzung einer Verbesserung. Gleichzeitig fordert sie praktikable und wirtschaftlich tragbare Lösungen. Insbesondere in der Landwirtschaft müssen Massnahmen abgestimmt erfolgen und mit Übergangsfristen begleitet werden. Zudem braucht es einen ganzheitlichen Ansatz: Mikroverunreinigungen und Medikamentenrückstände stammen aus verschiedenen Quellen und erfordern neben Beratung auch mehr Forschung und gezielte Informationsmassnahmen.
Im Gewässerschutz verlangt die FDP.Die Liberalen eine ausgewogene Interessenabwägung. Ökologische Aufwertungen dürfen nicht einseitig zulasten produktiver Flächen gehen. Die Sicherung der inländischen Nahrungsmittelproduktion bleibt ein zentraler Faktor. Gleichzeitig müssen Grundwasserschutzareale konsequent gesichert werden, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu gewährleisten.
In der Wassernutzung, insbesondere in der Landwirtschaft, sieht die FDP.Die Liberalen Handlungsbedarf bei Effizienz und Innovation. Wassersparende Technologien und gemeinschaftliche Lösungen sollen gezielt gefördert werden. Angesichts zunehmender Trockenperioden gewinnt auch die Wasserspeicherung an Bedeutung. Hier fordert die FDP.Die Liberalen den Abbau raumplanerischer Hürden sowie gezielte finanzielle Anreize für Investitionen in Speicherung, Einsparung und Retention.
Kritisch beurteilt die FDP.Die Liberalen einzelne Zielsetzungen der Strategie, die als zu ambitioniert und teilweise nicht umsetzbar eingeschätzt werden. Stattdessen braucht es realistische Etappen mit überprüfbaren Zwischenschritten. Zudem stellt sich die Frage nach der Finanzierung der zusätzlichen Aufgaben, die im Rahmen der Strategie anfallen und künftig im kantonalen Finanzprozess berücksichtigt werden müssen.
Insgesamt fordert die FDP.Die Liberalen eine Strategie, die ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Realität verbindet. Pragmatisch, umsetzbar und mit klarer Priorität auf Versorgungssicherheit.