Vernehmlassung zum Planungsbericht Gleichstellung der Geschlechter

Die Gleichstellung von Frau und Mann ist im Kanton Luzern seit 1994 gesetzlich verankert (SRL Nr. 24). Der zweite Planungsbericht baut auf den vier bisherigen Handlungsfeldern auf, dokumentiert die Umsetzung der einzelnen Massnahmen des ersten Berichts und leitet konkrete Massnahmen der Departemente und Dienststellen für die Gleichstellungspolitik 2026–2030 abDie Gleichstellung von Frau und Mann ist im Kanton Luzern seit 1994 gesetzlich verankert (SRL Nr. 24). Der zweite Planungsbericht baut auf den vier bisherigen Handlungsfeldern auf, dokumentiert die Umsetzung der einzelnen Massnahmen des ersten Berichts und leitet konkrete Massnahmen der Departemente und Dienststellen für die Gleichstellungspolitik 2026–2030 ab.

Zum Planungsbereicht: BEI_GSD_Planungsbericht_zur_Frderung_der_Gleichst.pdf

Die FDP.Die Liberalen steht dem zweiten Planungsbericht zur Förderung der Gleichstellung aller Geschlechter und Lebensformen 2026–2030 grundsätzlich positiv gegenüber. Der Bericht baut nachvollziehbar auf dem ersten Planungsbericht sowie dessen Evaluation auf und zeigt in den vier Handlungsfeldern sowohl die Vielfalt als auch die Komplexität der Gleichstellungsfragen auf. Chancengleichheit und ein diskriminierungsfreies Umfeld sind für die FDP zentrale Voraussetzungen für eine liberale, leistungsfähige und zukunftsfähige Gesellschaft.

Aus Sicht der FDP entfaltet Gleichstellungspolitik ihren grössten Nutzen dort, wo sie die Erwerbstätigkeit stärkt, Wiedereinstiege erleichtert, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert und damit zur Sicherung des Arbeitskräftepotenzials beiträgt. Entsprechend sieht die FDP weiterhin grossen Handlungsbedarf im Bereich der wirtschaftlichen Gleichstellung, insbesondere bei Arbeit, Lohn- und Karrierechancen. Die Priorisierung der familienergänzenden Kinderbetreuung wird als zentraler Hebel ausdrücklich begrüsst. Gleichzeitig ist für die FDP entscheidend, dass die Wirkung neuer Instrumente realistisch beurteilt und regelmässig überprüft wird.

Die FDP unterstützt Massnahmen in der Volksschule und in der Berufsbildung, welche langfristig zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen und eine geschlechtsunabhängige Berufs- und Studienwahl fördern. Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen sollen wo möglich auch den Gemeinden offenstehen, um Synergien zu nutzen. Gleichzeitig fordert die FDP, dass Nutzen und Aufwand aller Massnahmen in einem angemessenen Verhältnis stehen und zusätzliche Bürokratie für Unternehmen konsequent vermieden wird. Insbesondere lehnt sie zusätzliche administrative Pflichten, Berichterstattungen oder neue Regulierungen zulasten der Wirtschaft ab.

Kritisch beurteilt die FDP neue verwaltungsinterne Strukturen oder eine vorschnelle Ausweitung der Gesetzgebung, deren Mehrwert nicht klar ausgewiesen ist. Statt neue Instrumente zu schaffen, sollen bestehende Massnahmen gestärkt und ihre Wirkung überprüft werden. Die FDP unterstützt die vorgesehenen Massnahmen zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt und fordert dabei eine konsequente Durchsetzung von Recht und Ordnung sowie eine klare Abgrenzung zwischen staatlicher Verantwortung und betrieblicher Zuständigkeit.

Insgesamt setzt sich die FDP.Die Liberalen für eine pragmatische, wirksame und wirtschaftsverträgliche Gleichstellungspolitik ein, die Freiheit, Eigenverantwortung und Leistungsfähigkeit stärkt.