Gleiche Regeln für Tankstellen und Ladestationen

Stellen wir uns eine Tankstelle in ein paar Jahren vor: Die letzte Zapfsäule wird abgebaut, künftig fliesst hier nur noch Strom in Elektrofahrzeuge. Und plötzlich stellt sich die absurde Frage, ob dieser Betrieb nun seinen Tankstellenshop schliessen muss, nur weil er kein Benzin und keinen Diesel mehr verkauft.

Damit genau das nicht passiert und der weitere Ausbau von Ladestationen wirtschaftlich attraktiv bleibt, will der Regierungsrat eine einfache und moderate Anpassung des Ladenschlussgesetzes. Sie sorgt dafür, dass Ladestationen und Tankstellen gleich behandelt werden. Denn beide erfüllen im Kern dieselbe Funktion: Sie versorgen Fahrzeuge mit Energie. Wer anhält, um zu laden, soll ein ähnliches Angebot vorfinden wie an der klassischen Zapfsäule.

Es geht hier nicht um Ideologie, sondern um Fairness und Technologieneutralität und um Regeln, die mit der Zeit gehen, statt sie auszubremsen.

Profitieren wird nicht nur das Gewerbe: Die Anpassung schafft endlich auch klare Regeln für unbediente Hofläden, die täglich von 5 bis 22 Uhr öffnen dürfen. Das bringt unseren Landwirtinnen und Landwirten zusätzliches Einkommen und uns Konsumenten eine Alternative mit regionalen Frischprodukten zu den Tankstellenshops.

Deshalb mein Appell an die Stimmbevölkerung: Sagen wir Ja zu dieser kleinen, aber vernünftigen Anpassung. Ein Ja zu gleich langen Spiessen für Zapf- und Ladesäule und zu einer (Elektro-)Mobilität, die wir nicht nur fordern, sondern auch ermöglichen.

Fabian Gloor
Präsident FDP St. Erhard-Knutwil