Klimademos: Was der Kanton bereits gegen den Klimawandel tut

Der Hitzesommer 2026 war aussergewöhnlich. Viele Menschen machen sich Sorgen, das ist verständlich. Die Klimademonstration vom 25. September in Luzern zeigte jedoch einmal mehr, dass die Debatte von linken und grünen Organisationen unnötig zugespitzt wird.

Unter dem Schlagwort «Keine 50-Grad-Sommer» wurden pauschale Forderungen erhoben, als würden Kanton und Gemeinden untätig bleiben. Das Gegenteil ist der Fall: Der Kanton Luzern verfügt seit 2019 über ein umfassendes Energiegesetz. Die Teilrevision, die seit dem 1. März 2025 in Kraft ist, stärkt unter anderem die Eigenstromproduktion bei Dachsanierungen und die effiziente Energienutzung.

Auch aktuell geht es weiter: Die Kommission für Raumplanung, Umwelt und Energie hat entgegen dem Willen des Regierungsrates eine Art «Abwrackprämie» für fossile Heizungen beschlossen. Damit soll der vorzeitige Ersatz funktionierender Öl- und Gasheizungen finanziell unterstützt werden. Denn gerade im Gebäudebereich liegt ein grosser Hebel, um die CO₂-Emissionen rasch und wirksam zu senken. Kürzlich hat der Regierungsrat zudem den Planungsbericht Klima und Energie 2026 verabschiedet. Er zeigt auf, wie der Kanton das Ziel «Netto null Treibhausgasemissionen bis 2050» erreichen will. Im November werden wir uns im Kantonsrat damit befassen. Das ist der richtige Weg: konkrete Massnahmen, demokratische Beratung und Lösungen, die ökologisch wirksam, wirtschaftlich tragbar und sozialverträglich sind. Dazu gehören Innovation, Gebäudesanierungen, eine sichere Stromversorgung und eine starke Wirtschaft.

Symbolische Kundgebungen und plakative Untergangsszenarien hingegen dienen vielleicht der politischen Profilierung, leisten aber keinen messbaren Beitrag zum Klimaschutz.

Die FDP steht für wirksamen Klimaschutz mit Augenmass. Wer wirklich etwas gegen den Klimawandel unternehmen will, sollte den Kanton Luzern nicht pauschal anklagen, sondern sich konstruktiv in die laufenden Prozesse einbringen.