Wirtschaft und Tourismus sind auf Fachkräfte angewiesen
Als Hotelier in Luzern und Mitinhaber eines Familienbetriebs in fünfter Generation weiss ich, was unternehmerische Verantwortung bedeutet. Ich bin in diesem Betrieb aufgewachsen und führe heute weiter, was über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Im Hotel Schweizerhof Luzern beschäftigen wir rund 160 Mitarbeitende. Viele sind seit Jahren bei uns, haben sich im Betrieb entwickelt oder kommen aus der Region. Gleichzeitig sind wir auf Fachkräfte aus Europa angewiesen. Diese Kombination ist Teil unseres Erfolgs. Wer täglich mit internationalen Gästen arbeitet, weiss, wie wichtig Erfahrung, Sprachkenntnisse und Verlässlichkeit im Team sind.
Luzern lebt von seiner internationalen Ausstrahlung. Gäste aus dem In- und Ausland prägen unsere Stadt und sichern Arbeitsplätze weit über die Hotellerie hinaus. Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, brauchen wir stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. Eingriffe, die den Zugang zu Arbeitskräften erschweren, treffen uns direkt und schwächen den Standort insgesamt.
Die Chaos-Initiative setzt genau hier an. Sie bringt Unsicherheit und ist ein Eingriff, der an der wirtschaftlichen Realität vorbeigeht. Ich bin überzeugt: Erfolgreiche Standorte entstehen nicht durch Abschottung, sondern durch Offenheit und durch klare, verlässliche Regeln.
Wer Verantwortung für einen Betrieb und für Arbeitsplätze trägt, kommt deshalb zu einem klaren Entscheid: Diese Initiative ist nicht im Interesse unserer Region.