Vernehmlassung zum Programm Gesamtmobilität 2027-2023

Das Programm Gesamtmobilität koordiniert künftig alle Mobilitätsmassnahmen im Kanton Luzern verkehrsmittelübergreifend in einem einzigen Instrument. Es ersetzt frühere Einzelprogramme und basiert auf dem strategischen Planungsbericht B 140 Zukunft Mobilität im Kanton Luzern (Zumolu).

Die FDP.Die Liberalen Luzern unterstützt das Programm Gesamtmobilität (PGM) 2027–2030 grundsätzlich. Die Zusammenführung von Strasse, öffentlichem Verkehr, Veloverkehr und Fussverkehr in einem Instrument schafft mehr Übersicht und ermöglicht Effiziens- und Synergiegewinne. Entscheidend ist für uns jedoch eine sachliche, ausgewogene und wirtschaftsfreundliche Umsetzung.

Bessere Koordination 

Die FDP stellt fest, dass die drei Bereichche Kantonssrassen-Bauprogramm / ÖV Bereicht und Velokonzept nicht wie versprochen aufeinander abgestimmt wurden. Die ÖV-Planung wird nach wie vor vom VVL ausserhalb des PMG erstellt. Motorisierter Individualverkehr, Wirtschaftsverkehr, öffentlicher Verkehr sowie Velo- und Fussverkehr müssen koordiniert sein und geeignete Lösungen für die Erreichbarkeit für Bevölkerung und Wirtschaft gesichert werden. 

Prioritäten richtig setzen

Bei der Projektpriorisierung sollen vor allem ganzheitliche und umsetzungsreife Projekte berücksichtigt werden. Vorhaben, die Strasse, ÖV, Velonetz und Behindertengleichstellung sinnvoll verbinden sollen vorgeziogen werden. Teilsanierungen dürfen die Ausnahme bleiben. Die FDP fordert eine faire regionale Verteilung der Investitionen über Stadt, Agglomeration und ländliche Räume.

Wirtschaftsverkehr sichern

Die FDP verlangt eine konsequente Durchsetzung der im PMG vorgesehenen Priorisierung des Wirtschaftsverkehrs . Eine konsequente Umsetzung dieser Priorisierung entalstet die Logistikketten und das lokale Gewerbe von Staustunden und erhöht die Standortatraktivität des Kanton Luzern.

Starker und zuverlässiger öffentlicher Verkehr

Ein leistungsfähiger ÖV ist wichtig, insbesondere durch Busbeschleunigungsmassnahmen, gut ausgebaute Verkehrsdrehscheiben und starke S-Bahn-Verbindungen. Die FDP fordert, dass zentrale Knoten wie zum Beispiel Sursee gezielt weiterzuentwickelt werden. Grossprojekte wie der Bypass und Durchgangsbahnhof Luzern sollen frühzeitig in die Planung einbezogen werden.

Ländliche Räume nicht benachteiligen

Das PGM darf ländliche Regionen mit kompakten Siedlungen nicht benachteiligen oder gar ausschliessen. Auch ausserhalb der Agglomeration braucht es Mobilitätsverbesserungen, damit die kompakten  um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe sicherzustellen.

Finanzierung

Die FDP unterstützt die neue 90/10 Finanzierung von Strasseninfrastruktur und öffentlichem Verkehr. Investitionen müssen jedoch verhältnismässig, transparent und finanzierbar bleiben. Die Klimaziele sollen über Effizienz und Technologieoffenheit erreicht werden und nicht durch unnötige Belastungen der Staatsfinanzen.

Verlagerung auf den Öv

Die FDP untestützung Massnahmen, welche eine Verlagerung auf den ÖV und den Langsamverkehr gegünstigen. Diese soll durch attraktivere Angebote erfolgen, nicht durch eine künstliche Verschlechterung für Autofahrende. 

Fazit:
Die FDP.Die Liberalen Luzern erachten das Programm Gesamtmobilität als zukunftsfähig. Entscheidend ist, dass es pragmatisch umgesetzt, laufend verbessert und konsequent auf Erreichbarkeit, Wirtschaftlichkeit und regionale Ausgewogenheit ausgerichtet wird.

Zur Vernehmlassungsbotschaft: Vernehmlassungsbotschaft.pdf